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Was ist ein Plagiat

Plagiat im Studium: Definition und Arten

Ein Plagiat entsteht schneller, als die meisten Studierenden denken. Oft reicht ein vergessenes Anführungszeichen. AntiPlag zeigt vor der Abgabe, welche Stellen ein Prüfer beanstanden würde. Geprüft wird mit PlagAware, der Software, die in vielen deutschen Hochschulen im Prüfungsbetrieb läuft und gegen mehr als 70 Milliarden Quellen abgleicht.

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Abgrenzung: Wann eine Textstelle als Plagiat gilt und wann nicht

Die Definition in einem Satz

Was ein Plagiat ausmacht, lässt sich kurz zusammenfassen: Es handelt sich um die Übernahme fremder Gedanken oder Formulierungen in die eigene Arbeit, ohne die Quelle kenntlich zu machen. Maßgeblich ist dabei nicht die Länge der übernommenen Passage, sondern die Frage, ob der Leser erkennen kann, wessen Leistung er vor sich hat.

Gleichzeitig wird deutlich, was nicht ohne Weiteres als Plagiat gilt. Eine wörtliche oder sinngemäße Übernahme kann wissenschaftlich korrekt belegt sein. Bei wörtlichen Zitaten müssen jedoch neben der Quellenangabe insbesondere Zitatzweck, Umfang und die Vorgaben der Hochschule beachtet werden. Erst die fehlende oder irreführende Kenntlichmachung kann aus einer Übernahme ein Plagiat machen.

Die häufigsten Arten im Studium

In der universitären Praxis zeigen sich regelmäßig verschiedene Varianten. Den seltenen Extremfall bildet das Vollplagiat: Hier wird eine vollständig fremde Arbeit unter eigenem Namen eingereicht. Deutlich verbreiteter ist hingegen das unmarkierte Kopieren einzelner Absätze.

Als Paraphrasen-Plagiat wird die Übernahme eines fremden Gedankens ohne ausreichende Quellenangabe bezeichnet, obwohl die Formulierung verändert wurde. Eine bloße Umformulierung genügt nicht: Die Quelle muss nach den Vorgaben der Hochschule kenntlich gemacht werden.

Wer eine fremde Argumentationslinie oder Methodik übernimmt, ohne sie angemessen zu kennzeichnen, kann damit ein Ideenplagiat begangen haben. Als Strukturplagiat gilt daneben häufig die Übernahme des Aufbaus einer Arbeit ohne Hinweis auf die Vorlage. In einer Passage können sich diese Formen überschneiden.

Wenn die Übersetzung zur Falle wird

Dieser Sonderfall verdient besondere Aufmerksamkeit. Wer einen englischen Fachaufsatz ins Deutsche übersetzt und das Ergebnis ohne Quellenangabe in die eigene Arbeit übernimmt, kann ein Übersetzungsplagiat begehen. Zwar sind die Wörter neu, der Inhalt jedoch nicht.

Prüfsoftware kann bei der Erkennung von Textübereinstimmungen hilfreich sein, erfasst aber nicht jede Quelle oder jede Form der Übernahme. Ein vollständiger Quellenbeleg macht auch bei einer eigenen Übersetzung die Herkunft transparent.

Mögliche Sanktionen der Hochschule

Die möglichen Sanktionen richten sich nach der Prüfungsordnung, dem anwendbaren Hochschulrecht und dem Einzelfall. Je nach Regelung kann die betroffene Prüfungsleistung als nicht bestanden gelten; bei schweren oder wiederholten Täuschungen können weitergehende Folgen bis zum Verlust des Prüfungsanspruchs oder zur Exmatrikulation in Betracht kommen.

Bei bereits verliehenen Graden kann ein Entzug unter den Voraussetzungen des jeweils anwendbaren Hochschul- oder Promotionsrechts in Betracht kommen. Bei einer Urheberrechtsverletzung können Ansprüche der Rechteinhaberin oder des Rechteinhabers entstehen. Wie das im Einzelnen abläuft, steht auf unserer Seite zu den Folgen eines Plagiats im Studium.

Vorsatz oder Fahrlässigkeit: Die Unterscheidung

Wie eine Täuschung eingestuft wird und welche Folgen sie hat, richtet sich nach der jeweiligen Prüfungsordnung und dem Einzelfall. Ein versehentlich fehlender Quellenbeleg kann anders beurteilt werden als die gezielte Verschleierung fremder Texte.

Ein lückenloses Protokoll kann dabei helfen, die Herkunft aller verwendeten Stellen nachzuweisen. Wenn Sie Ihre Recherchequellen laufend notieren, können Sie später besser begründen, wie bestimmte Teile entstanden sind. Steht ein Verdacht im Raum, beschreibt der Ratgeber zum Plagiatsvorwurf richtig klären passende Wege.

Sauberer Schreibprozess von Start an

Drei einfache Gewohnheiten können helfen, Plagiate zu vermeiden. Erstens: Tragen Sie jede Quelle direkt beim Aufrufen ein, und nicht erst am Schluss. Zweitens: Markieren Sie wörtliche Übernahmen beim Schreiben umgehend mit Anführungszeichen. Drittens: Prüfen Sie nach jedem Kapitel, ob jeder fremde Gedanke belegt ist.

Wer so arbeitet, spart sich die Nachbesserung kurz vor der Abgabe. Weitere Tipps finden Sie auf der Seite Plagiate gezielt vermeiden. Zur Abgrenzung eigener früherer Texte lohnt sich ein Blick auf Eigenplagiat und Selbstplagiat.

Der Vorab-Check zeigt Übereinstimmungen

Eine Prüfung vor der Abgabe vergleicht Ihren Text mit verfügbaren Quellen. Der Bericht kann Textübereinstimmungen und Fundstellen ausweisen. Ob eine Stelle ein Plagiat darstellt, muss anschließend im Kontext und nach den Vorgaben der Hochschule bewertet werden.

Nach Auskunft des Anbieters nutzt der Dienst PlagAware. Informationen zu Preis und Leistungsumfang finden Sie vor der Beauftragung im Bestellprozess. Zudem gibt der Anbieter an, dass Dateien nicht in eine Prüfungsdatenbank aufgenommen und spätestens 14 Tage nach Abschluss der Prüfung von Servern in Deutschland gelöscht werden.

Weiterführende Infos zum Thema Plagiat

Prüfen Sie Ihre Arbeit vor der Abgabe

Analysieren Sie Ihren Text mit PlagAware, einer Plagiatssoftware, die in vielen deutschen Hochschulen zum Einsatz kommt. Der Abgleich erfolgt gegen eine sehr umfangreiche Quellendatenbank. Das PDF-Ergebnis erhalten Sie in der Regel innerhalb weniger Minuten, ab 2,90 Euro.

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Gründe für die häufige Frage im Studium

Während die Regeln auf den ersten Blick klar erscheinen, ist die Praxis selten eindeutig. Studierende bearbeiten über Monate hinweg Dutzende Quellen. In der Vermischung von Exzerpt, Notiz und Rohfassung kann die Herkunft leicht verloren gehen.

Dazu kommt Unsicherheit bei Grenzfällen. Benötigt eine allgemein bekannte Definition zwingend einen Beleg? Genügt ein Sammelbeleg am Ende des Absatzes? Entscheidend sind stets die Vorgaben der einschlägigen Prüfungsordnung sowie gegebenenfalls Hinweise des Fachbereichs.

Ein Vorab-Bericht kann die Prüfung erleichtern. Er macht auffällige Passagen sichtbar und schafft eine überprüfbare Liste. Ob es sich dabei wirklich um ein Plagiat handelt, muss anschließend anhand der Prüfungsordnung und des Kontexts bewertet werden.

Bei Gesprächen mit dem Lehrstuhl kann die Detailansicht eines Berichts wertvoll sein. Zu markierten Fundstellen können der Übereinstimmungsgrad und die verlinkte Quelle angegeben werden. So lassen sich einzelne Stellen sachlich klären, statt vagen Beschuldigungen Raum zu geben.