Eigenplagiat: Regeln für die Wiederverwendung eigener Texte
Vor jeder Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit stellt sich AntiPlag, damit unsaubere Zitate gar nicht erst durchrutschen. Hinter dem Tool: PlagAware, lange schon die offizielle Plagiats-Software in vielen vielen deutschen Hochschulen. Korpus: über 55 Milliarden Quellen. Anti Plagiat mit der Hochschul-Technik, mit der auch Ihr Lehrstuhl prüft.
Pflicht zur Kennzeichnung eigener Vorarbeiten
Was genau ein Eigenplagiat ausmacht
Ein Eigenplagiat liegt vor, wenn Sie Teile früherer eigener Arbeiten, etwa Haus- oder Bachelorarbeiten sowie veröffentlichte Aufsätze, in neue Texte übernehmen, ohne die Quelle korrekt anzugeben. Im deutschen Hochschulalltag ist auch der Begriff Selbstplagiat geläufig, wobei manche Prüfungsordnungen zwischen beiden unterscheiden.
Die Begriffe Selbstplagiat und Eigenplagiat werden im Hochschulkontext häufig gleichbedeutend verwendet. Maßgeblich ist nicht die Bezeichnung, sondern ob die Wiederverwendung eigener Vorarbeiten nach den Vorgaben der Hochschule transparent kenntlich gemacht wird.
Wie Prüfungsordnungen die Wiederverwendung bewerten
Ob und in welchem Umfang die Wiederverwendung eigener Texte zulässig ist, regeln die jeweils geltenden Prüfungs- und Studienordnungen. Bachelor- und Masterarbeiten sind eigenständige Prüfungsleistungen. Nicht gekennzeichnete Übernahmen eigener Vorarbeiten können daher als Verstoß gegen die Anforderungen an die Eigenständigkeit bewertet werden; die Folgen richten sich nach der zuständigen Ordnung.
Bei kumulativen Promotionen regeln die jeweilige Promotionsordnung und die Publikationsvorgaben, wie bereits veröffentlichte Beiträge und eigene Vorarbeiten auszuweisen sind. Eine fehlende Kennzeichnung kann Anlass für eine Prüfung geben; mögliche Folgen, einschließlich eines Entzugs des Doktorgrades, hängen vom Einzelfall und den einschlägigen Regelungen ab.
Drei Regeln gegen die unmarkierte Übernahme
Sie verringern das Risiko einer unmarkierten Übernahme mit drei Maßnahmen: Prüfen Sie zunächst, wie frühere eigene Arbeiten nach den Vorgaben Ihrer Hochschule nachzuweisen sind. Kennzeichnen Sie übernommene Passagen nach dem geforderten Zitierstil, gegebenenfalls mit Seitenangabe und Eigen-Zitation. Erläutern Sie außerdem in der Einleitung transparent, welche Teile auf früheren Arbeiten basieren.
Solche Schritte können die Wiederverwendung eigener Vorarbeiten nachvollziehbar machen. Welche Nachweise erforderlich sind, ergibt sich aus der für Sie geltenden Prüfungsordnung, den Fachkonventionen und den Vorgaben der Betreuung.
Die Grenze zwischen Eigentext und Sekundärnutzung
Auch bei einer erneuten Verwendung von Definitionen aus einem Standardlehrbuch ist die ursprüngliche Quelle nach dem gewählten Zitierstil nachzuweisen. Bei der Wiederverwendung eigener Formulierungen oder Gedanken ist zusätzlich zu klären, ob und wie die frühere eigene Arbeit kenntlich gemacht werden muss.
Wenn Sie eine frühere eigene These erneut verwenden, machen Sie die Vorarbeit nach den Vorgaben Ihrer Hochschule transparent. Ob eine wörtliche Übernahme durch Anführungszeichen, ein Zitat oder einen anderen Hinweis zu kennzeichnen ist, hängt von Prüfungsordnung, Fach und Zitierstil ab; ein Eintrag im Literaturverzeichnis allein genügt dafür nicht immer.
Der Vorab-Check kann Textähnlichkeiten aufzeigen
Ein Vorab-Check mit PlagAware kann Textähnlichkeiten aufzeigen. Die Angabe, die Software werde in vielen deutschen Hochschulen genutzt und gleiche über 55 Milliarden Quellen ab, sollte anhand aktueller Anbieterinformationen geprüft werden. Ein Ähnlichkeitsbericht ist kein Nachweis für ein Eigenplagiat; entscheidend sind die jeweilige Prüfungsordnung und die fachliche Bewertung.
Vor der Abgabe können Sie anhand eines Ähnlichkeitsberichts prüfen, welche Textstellen einer Quellenangabe oder eines erläuternden Hinweises bedürfen. So lässt sich das Risiko späterer Rückfragen verringern; maßgeblich bleiben die Vorgaben Ihrer Hochschule.
So gelingt die Vermeidung schon im Studium
Ein Eigenplagiat lässt sich im Studium durch Disziplin gut vermeiden. Führen Sie eine persönliche Liste aller bisherigen Haus-, Seminar- und Forschungsarbeiten. Bei neuen Themen vergleichen Sie diese mit der Liste, identifizieren verwandte eigene Vorarbeiten und behandeln sie wie jede andere reguläre Quelle. Diese Routine wird schnell zur Gewohnheit und gehört zum soliden wissenschaftlichen Handwerk.
Korrekte Zitierweise ist auch deshalb wichtig, weil viele Hochschulen Publikationen in Repositorien öffentlich bereitstellen. Ob eine frühere eigene Hausarbeit dort abrufbar ist, hängt jedoch von den Vorgaben der Hochschule und einer möglichen Veröffentlichung ab. Transparente Nachweise erleichtern die Einordnung eigener Vorarbeiten.
Ein eigener Ablauf könnte so aussehen: Führen Sie vor jeder neuen Arbeit eine nach Thema und Semester sortierte Liste aller bisherigen eigenen Texte. Prüfen Sie beim Schreiben, ob ein früherer eigener Text eingeflossen ist, und ergänzen Sie erforderliche Nachweise. Diese Gewohnheit kann dazu beitragen, unmarkierte Übernahmen seltener zu übersehen.
Vorab-Check: aktuelle Konditionen prüfen
Informieren Sie sich bei PlagAware über Optionen zur Prüfung auf Textähnlichkeiten bei Eigenplagiat. Angaben dazu, dass die Software in vielen deutschen Hochschulen eingesetzt wird und über 55 Milliarden Quellen durchsucht, sollten Sie anhand aktueller Anbieterinformationen prüfen. Ein Ähnlichkeitsbericht ersetzt weder die Prüfung der Quellenangaben noch die Vorgaben Ihrer Hochschule. Aktuelle Preise, Bearbeitungszeiten und verfügbare Berichtsformate entnehmen Sie bitte dem Angebot des Anbieters.
Eigenplagiat startenUmgang mit dem Lehrstuhl-Verdacht im Studium
Eine vorherige Prüfung Ihrer Bachelor-, Master- oder Doktorarbeit kann mögliche Textähnlichkeiten vor der Abgabe sichtbar machen, sodass Sie Zeit für die Prüfung von Quellenangaben haben. Ein vorbereiteter Austausch mit einem Bericht kann eine sachliche Grundlage für die Klärung von Vorwürfen bieten.
Praktisch kann es helfen, neue Quellen zeitnah im Literaturtool zu erfassen und Paraphrasen nach dem gewählten Zitierstil nachzuweisen. Ein Vorab-Lauf nach größeren Abschnitten kann zusätzliche Textähnlichkeiten sichtbar machen, ersetzt aber nicht die eigene Prüfung der Belege.
Wer den AntiPlag-Lauf als angehender Akademiker in den eigenen Ablauf einbindet, kann Textähnlichkeiten frühzeitig prüfen und sie für die weitere Quellenarbeit nutzen. Eine Stellungnahme sollte die betroffenen Stellen und die jeweiligen Nachweise nachvollziehbar erläutern.
Ein AntiPlag-Bericht kann am Lehrstuhl als Gesprächsgrundlage dienen, sofern die ausgewiesenen Fundstellen und Quellen nachvollziehbar sind. Ähnlichkeitswerte und automatisierte Einschätzungen ersetzen keine fachliche oder prüfungsrechtliche Bewertung. Die Ordnung eigener Vorarbeiten kann helfen, spätere Korrekturen gezielter vorzunehmen.